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Achtsamer Spaziergang

Ich lade Sie in dieser Woche zu einem Spaziergang ein, in einen Park oder in den Wald. Nehmen Sie sich Zeit. SpĂŒren Sie Ihre FĂŒĂŸe, nehmen Sie bewußt den Untergrund wahr – hart oder weich oder vielleicht federnd – richten Sie Ihren Blick in die BĂ€ume, was sehen Sie, welche Farben, wie ist das Licht? Welche GerĂ€usche hören Sie, vielleicht Vogelgezwitscher oder das Klopfen eines Spechts oder etwas anderes? Vielleicht mögen Sie auch die Rinde eines Baumes oder Moos auf einem Stein mit den Fingern spĂŒren. Verbringen Sie diese Zeit fĂŒr sich so neugierig und bewusst, wie es Ihnen möglich ist. Vielleicht möchten Sie auch etwas mit nach Hause nehmen, einen Stein, oder einen besonders geformten kleinen Ast oder etwas anderes, das Sie an Ihren bewußten Spaziergang erinnert.

Gewohnheiten

In Gewohnheiten fĂŒhlen wir uns zu Hause, sie sind uns vertraut, laufen weitgehend automatisch ab, wir “bewohnen” sie; das gibt uns ein GefĂŒhl von Sicherheit. Wir haben gewohneitsmĂ€ĂŸige Gedanken, GefĂŒhle, wir haben bei bestimmten TĂ€tigkeiten eigene Gewohnheiten, wir gehen unsere Wege gewohnheitsmĂ€ĂŸig. Vielleicht gibt es eine Gewohnheit, die Sie gerne verĂ€ndern möchten? Ein Automatismus, der Ihren Raum, Ihre Reaktionsmöglichkeiten einschrĂ€nkt? Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und entscheiden Sie sich dann fĂŒr eine Gewohnheit, bei der Sie in dieser Woche erst innehalten möchten, sich der Gewohnheit bewußt werden und dann entscheiden – fĂŒr die Gewohnheit oder fĂŒr eine neue Reaktion.

Achtsamkeit im Alltag

Wenn Sie in dieser Woche morgens im Bad sind, wĂ€hlen Sie eine TĂ€tigkeit aus, die Sie bewußt und mit voller Aufmerksamkeit durchfĂŒhren. Nehmen Sie jede Bewegung, die Sie dabei ausfĂŒhren, genau wahr. Welche Empfindungen werden Ihnen bewusst? Wenn die Aufmerksamkeit abschweift, vielleicht schon bei der nĂ€chsten TĂ€tigkeit ist, können sie das einfach feststellen und zur momentanen TĂ€igkeit zurĂŒck kehren?

 

Momente der Muße

Sind Ihre Tage gerade angefĂŒllt mit Tun, eine TĂ€tigkeit nach der anderen? Tun Sie doch mal in den kommenden Tagen ab und zu einfach mal nichts, ohne schlechtes Gewissen. Geben Sie sich ganz diesem GefĂŒhl hin, innehalten, nichts tun, nichts tun mĂŒssen. Wie fĂŒhlen Sie sich dabei? Diese Zeiten der Muße sind sehr wertvoll.
“Unsere FĂ€higkeit, ein Gleichgewicht zwischen Tun und Nicht-Tun herzustellen, könnte uns das Leben retten, uns heilen und fĂŒr unser Wohlbefinden ganz notwendig sein.” (Dr. Saki Santorelli)
Ich wĂŒnsche Ihnen geruhsame, freudvolle und friedliche Feiertage.

 

 

Innehalten

Halten Sie von Zeit zu Zeit inne und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit darauf, wie es Ihnen jetzt gerade geht. Haben Sie Hunger oder Durst? Ist Ihnen warm oder kalt? FĂŒhlen Sie sich frisch oder eher mĂŒde? Was brauchen Sie jetzt?  Eine kurze Pause? Aufstehen,wenn Sie sitzen, vielleicht eine kleine Dehnung, sich strecken? Sorgen Sie gut fĂŒr sich. “Take a break before you break” – Vidyamala Burch – Frei ĂŒbersetzt – nimm dir Zeit fĂŒr eine kurze Pause, bevor du ĂŒber deine Grenze gegangen bist und deine KrĂ€fte ĂŒberstrapaziert sind.

 

Gedanken loslassen

Jetzt im Herbst fallen die bunten BlĂ€tter der BĂ€ume und wir können beobachten, wie sie fliegen – oder – wenn wir am Wasser sitzen – sehen wir, wie sie davontreiben. Stell dir vor, dass deine  belastenden, unangenehmen, immer wieder kehrenden Gedanken, die dich quĂ€len wie die BlĂ€tter davon flattern oder im Wasser davon schwimmen. “Wirf deine Gedanken wie HerbstblĂ€tter in einen blauen Fluss, schau zu, wie sie hineinfallen und davontreiben – und dann: Vergiss sie!” (Zen-Weisheit)